Geschichte des Fußballs in Königsbrück

Die Vorgeschichte des Fußballs

Der Sportplatz befand sich am "Alten Lager" neben der damaligen Schnapsfabrik. Es war ein unbefestigter Sandplatz, der auch nicht die vorgeschriebene Größe hatte. Es gab weder Umkleidemöglichkeiten noch irgendwelche Sanitäranlagen. Beim Umkleiden wurden die Sachen an die Bäume gehangen und die Notdurft musste im Walde verrichtet werden. In Königsbrück existierten zu dieser Zeit der Sportplatz des DT am Ostbahnhof und
der Rotsport-Platz an der damaligen General - Ludendorff - Straße, der jetzigen Käthe - Kollwitz - Straße. Am Ostbahnhof diente ein abgestellter Eisenbahnwaggon als Umkleideraum.
Von 1924 bis 1928 wurde vom Arbeitersportverein der Sportplatz am Furtweg gebaut. Die Spielfläche war befestigt und die Größe entsprach noch den vorgeschriebenen Maßen. Richtig fertiggestellt wurde der Platz 1930/31. Anlässlich der Einweihung 1928 kam es zur Gründung eines Arbeiterfußballvereins. Der Arbeitersport hatte mit Beginn des "3. Reiches" keine Chance. Somit kam der Männerfußball 1933   zum Erliegen.

Der Wiederbeginn nach dem 2. Weltkrieg
Bereits im Herbst 1945 fand im neuen Lager auf der Erlerkampfbahn ein Fußballspiel
gegen eine Mannschaft der Roten Armee Statt. Auf Kreisebene begann der Spielbetrieb 1946.
Anfang 1949 trafen sich die Vertreter der Königsbrücker Sportgruppen in der Gaststätte "Zur Post", um über die Bildung einer Betriebssportgemeinschaft zu beraten. Es war die Konzentration aller Sportgruppen des Ortes vorgesehen. Die Boxer und die Gruppe der Kegler und Schachspieler bildeten jedoch die SG Königsbrück und die Handballer und ein Teil der Kegler gründeten die BSG Lok Königsbrück. Am 19. Mai 1949 fand im Belegschaftsraum des damaligen Sanar-Werkes eine Gründungsversammlung statt. Alle 86 Teilnehmer stimmten der Gründung zu. Einstimmig wurde beschlossen, die erste Betriebssportgemeinschaft "Fortschritt Königsbrück" zu nennen. 1951 wurde der Name der Betriebssportgemeinschaft in "Mechanik" geändert und bereits 1952 erfolgte wiederum Umbenennung in "Motor" Königsbrück, die bis 1989 behalten wurde.
Sportplatzbau und Einweihung
Anfang der 50er Jahre kam von den Sportlern verstärkt die Forderung auf Verbesserung
der Sportplatzbedingungen. Der Sportplatz am Furtweg hatte über 30 Jahre vielen Sportlern und Sportinteressierten Freude, Erholung und Entspannung gebracht. Die Platzverhältnisse und das Umfeld waren nicht mehr zeitentsprechend.
Einige der älteren Fußballer werden sich bestimmt noch an die Bedingungen erinnern. Die Sanitäranlagen waren unzureichend, als Waschgelegenheit stand uns und den Gästen nur die Pulsnitz zur Verfügung. Bei besonderen Veranstaltungen wurde deshalb die Gaststätte Stenz oder das Sanarwerk genutzt. Der Schlackebelag hat bei manchen bis heute seine Spuren am Knie oder Ellebogen hinterlassen. Nach fast siebenjähriger Bauzeit wurde der Sportplatz am 13. September 1959 eingeweiht. Zur Einweihungsfeier marschierten die Königsbrücker Sportler, geführt vom  Oberlichtenauer Spielmannszug, vom Marktplatz zur Sportanlage, die den Namen "Kampfbahn des Friedens" erhielt.

1998 bekam der Königsbrücker Sportplatz eine Kunstrasenspielfläche. 1999 wurde eine Flutlichtanlage installiert.
Die Gründung des SV Königsbrück e.V.
Der Königsbrücker Fußball ist seit 1990 als SV Königsbrück im Vereinsregister des Amtsgerichtes Kamenz registriert und im Landessportbund Sachsen integriert. Mit dem Namen änderten sich auch auf Beschluss der Mitgliederversammlung die Vereinsfarben.
Aus dem Rot/Weiß sind wieder die Farben Blau/Weiß, hervorgegangen aus den Anfängen von 1912, geworden. 1991 erfolgte die erste Wahlversammlung des SV Königsbrück in der Gaststätte "Zur Möhre".

m April 2009 erfolgte die Fusion unserer Männermannschaft mit der des SV Laußnitz. Daraus resultierend wurde durch Beschluss der Mitgliederversammlung der Name des Vereins in SV Königsbrück/Laußnitz e.V. geändert.